Therapeutische Angebote

«Ein Mensch fühlt oft sich wie verwandelt, sobald man menschlich ihn behandelt.»


Eugen Roth

Mein Verständnis vom Seelischen

Es ist meist hilfreich, zunächst den verborgenen «guten Sinn» oder die «gute Absicht» in den Symptomen zu verstehen und zu würdigen. Das klingt erstmal paradox. Nach meinen Erfahrungen meint es die Seele aber grundsätzlich gut mit uns, beispielsweise versucht sie uns oft vor unangenehmen Gefühlen zu schützen oder widersprüchliche Bedürfnisse kompromisshaft zu erfüllen. Allerdings wählt sie dazu oft die früh geprägten kindliche Erlebens- und Verhaltensweisen oder wählt Lösungen mit einem «viel zu hohen Preis» in der Gegenwart.

Meine Art zu arbeiten sucht deshalb nicht unbedingt nach dem kürzesten Weg zur Symptomreduktion. Die darin liegenden Bedürfnisse zu verstehen, um dann in Kontakt mit den eigenen erwachsenen Kompetenzen zu kommen und kindliche innere Anteile gut zu versorgen, sind wichtige Schritte auf dem Weg zur Heilung. Häufig erfüllen die Symptome dann keinen weiteren Sinn mehr und verschwinden «wie von selbst» – zugunsten eines freieren, genußvolleren und selbstfürsorglicheren Lebens.

Lassen Sie sich’s gut gehen!

Mein Angebot ist deutschsprachig und richtet sich vorrangig an einzelne Erwachsene, aber auch an Paare.

Einen Überblick über die verschiedenen therapeutischen Ansätze und Perspektiven, innerhalb derer ich mich bewege, finden Sie im Folgenden:

Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie gilt als die pragmatische «kleine Schwester der Analyse». Die Grundannahme bei beiden ist, dass wichtige biografische Erfahrungen und unbewusste Konflikte zu psychischen Störungen und einer Einschränkung der Lebensqualität führen können. Die in der Kindheit entwickelten unbewussten Muster und Strategien werden meist im Erwachsenenalter beibehalten und haben dann einen sehr hohen Preis: Beziehungsmuster, die z.B. mit den Eltern entstanden sind und damals sehr sinnvoll waren, führen wir häufig in Partnerschaften und beruflichen Zusammenhängen weiter, wo sie sich heute als leidvoll erweisen.

In der Behandlung geht es darum, sich des Zusammenhanges zwischen aktuellen Konflikten und frühen Erfahrungen bewusst zu werden und die heutigen erwachsenen Möglichkeiten, Fähigkeiten und Stärken lebendig und nutzbar werden zu lassen. Hierfür gucken wir uns neben der Vergangenheit immer auch die Gegenwart an: Was wäre hier und jetzt für Sie hilfreich und wohltuend? Die Begegnung von Ihnen und mir wird dabei auch als eine «exemplarischen Beziehung» verstanden, innerhalb derer Altes verstanden und Neues entwickelt und angstfrei ausprobiert werden kann und darf.

Tiefenpsychologie ist ein sog. «Richtlinienverfahren»: Die Wirksamkeit wurde wissenschaftlich belegt und berufsrechtlich anerkannt, die mehrjährige theoretische und praktische Ausbildung schließt mit einer staatlichen Approbation ab. Deshalb übernimmt Ihre Private Krankenversicherung oder Beihilfekasse hier die Behandlungskosten.

Traumatherapie umfasst verschiedene Ansätze mit speziell ausgerichteten Methoden und Techniken. Allen gemeinsam ist es, wieder ein erstes grundlegendes Sicherheitsgefühl in der Welt und zu sich selbst aufbauen zu können, um dann später die erschütternde Erfahrung verarbeiten und in die eigene Biografie integrieren zu können.

Mein Angebot umfasst EMDR* (Eye Movement Desensitization and Reprocessing nach Shapiro), PITT (Psychodynamisch Imaginative Traumatherapie nach Reddemann), MPTT (Mehrdimensionale Psychodynamische Traumatherapie nach Fischer) und DBT (Dialektisch Behaviorale Therapie nach Linehan), sowie Ansätze zur Achtsamkeit.

*EMDR ist seit 2015 durch den Nachweis seiner wissenschaftlichen Wirksamkeit in den kassenärztlichen Leistungskatalog zur Behandlung einer Posttraumatischen Belastungsstörung im Rahmen eines Richtlinienverfahrens (hier Tiefenpsychologie) aufgenommen worden. Auch hierüber kann also eine Abrechnung mit Ihrem Kostenträger stattfinden.

Die Systemische Therapie betrachtet das gesamte «System» der betroffenen Person. Das kann z.B. die Familie oder der Arbeitsplatz sein, kurz: alle Menschen, die Beziehungen zwischen diesen, und Umgebungsfaktoren, die für die Symptomatik relevant sein können. Ziel ist es, bewährte Ressourcen wieder zu beleben, Neue zu erschließen und veränderte Lösungsmuster für alle Beteiligten zu finden. Hierher werden oft kreative, intuitive Wege beschritten, verschiedenen inneren Anteilen wird eine Stimme gegeben und ein Ohr geliehen. Dabei ist das Vorgehen stets lösungsorientiert.

Die Hypnotherapie geht auf Milton Erickson zurück. Hier geht es darum, alltägliche unbewusste Erlebensweisen und Muster – die sog. «Alltags-Trancen» zu verstehen und günstig zu verändern.

Ein Beispiel? «Ab morgen esse ich keine Schokolade mehr!» Das kann dann gelingen, wenn wir auch unser unwillkürliches Erleben mit ins Boot bekommen, statt nur die bewusste Vernunft. Wir finden einen «Weg mit» den Anteilen, die immer wieder zur Schokolade greifen, statt uns in einem «weg mit!» aufzureiben. 

Mit klassischer Hypnose hat das Verfahren übrigens nichts zu tun.

Die Gesprächspsychotherapie geht auf Carl C. Rogers zurück und verweist auf ein humanistisches Menschenbild, das den Menschen als «im Grunde gut und an eigener Entwicklung interessiert» versteht. Die therapeutische Haltung in dieser Therapieform ist Authentizität, Kongruenz und Wertschätzung, was für mich auch in den anderen Ansätzen wichtige Werte darstellt.

Therapeutische Gruppen…


…nicht nur im Rahmen von sysTelios transfer.

Ich plane mehrmals jährlich kompakte Gruppen an schönen Orten in Europa anzubieten. In Gruppen kreieren und gestalten wir einen gemeinsamen Raum, in dem sich Menschen, die an ihrer persönlichen Weiterentwicklung interessiert sind, vertrauensvoll begegnen und öffnen können. Mit großer methodischer Vielfalt betrachten wir aktuelle Muster und wiederkehrende Konfliktthemen: um sie zu verstehen, zu würdigen und ggf. zu verändern, können neben Gesprächen auch Elemente von systemischen Aufstellungen, Körperarbeit, Achtsamkeitsübungen und vieles mehr wirksam werden. Hierdurch können größere Klarheit über innere und äußere Zusammenhänge erhalten und die Auswirkungen eigenen Verhaltens in Interaktionen erfahrbaren. Wir können spielen und neue Handlungsspielräume erproben.

Die unterschiedlichen Perspektiven und Erfahrungsschätze aller TeilnehmerInnen fließen aktiv in den Gruppenprozess ein und ermöglichen vielfältige neue Einblicke und Erkenntnisse. Sie haben die Gelegenheit, alte Wunden zu versorgen, innere Reichtümer (wieder) zu entdecken und in wertschätzender Begleitung neue Landstriche zu betreten.

Drumherum gibt es eine anregende Umgebung fernab des Alltags und genügend freie Zeit, um sich diese zu eigen zu machen.

Viele TeilnehmerInnen nutzen die Gruppen, um nach einem stationären Aufenthalt in der sysTelios Klinik, die ich sehr schätze und mit der ich mich als ehemalige Mitarbeiterin nah verbunden fühle, eine methodisch ähnliche Anbindung zu haben und sich einen passenden Transfer in den Alltag zu erleichtern.

Nehmen Sie gerne mit mir Kontakt auf, wenn Sie perspektivisch an einer Teilnahme interessiert sind!

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