Sabrina

Ich schreibe „meine Geschichte“ darüber, wie ich zu einer Therapie gekommen bin, mit dem Wissen darum, dass der erste Versuch eine „Single Mom by Choice“ (also eine Single-Mutter aus eigener Entscheidung) zu werden offiziell vor zwei Tagen „gescheitert“ ist – der Schwangerschaftstest war negativ!

Bis zu diesem ersten Versuch war es ein langer Weg:
Die Vorstellung, die ich bis vor einigen Jahren von meinem Leben glaubte zu haben, sah wie folgt aus: Ein Mann, zwei Kinder, Eigenheim, einen guten und soliden Job und den ein oder anderen (Familien)urlaub. Kurzum: Das da war nicht meine eigene Vorstellung, es war für mich rückblickend betrachtet die Aneinanderreihung gesellschaftlicher Erwartungen, die ich für mich nie wirklich hinterfragt hatte. Aber was genau war mein Wunsch? Solider Job? Ok! Karriere? Nicht notwendig! Urlaub ? Auf jeden Fall!!! Ein Mann? Hmmm… Wenn „der Richtige“ kommt, super. Falls nicht: ist auch das in Ordnung. Kinder? Die Antworten hierauf lauten ungefähr wie folgt: Ja! Klar! Nein! Sicher! Auf keinen Fall! Vielleicht später! Mit dem richtigen Partner sofort! … … … Dieses Hin- und Her bei dieser „Kinderfrage“ löste bei mir neben einer Unsicherheit auch jede Menge Unzufriedenheit, Selbstzweifel, Torschlusspanik und Ängste aus. Fragen wie „Was ist wenn ich nicht den richtigen Partner finden werde?“, „Kann ich auch ohne Kinder glücklich werden?“, „Wäre ich wirklich bereit meine Freiheit (für mich ganz ganz wichtig) aufzugeben?“, „Spüre ich den Kinderwunsch vielleicht lediglich weil ich meine Eltern nicht enttäuschen möchte und sie zu Oma und Opa machen möchte?“ waren ständiger Begleiter. Antworten, die länger als eine Woche Bestand hatten, fand ich in diesem Gedanken-Karussell keine mehr.  Freunde konnten mir hier nur beding helfen.

Sicher war ich mir nur dabei, dass ich auf all diese Fragen eine Antwort benötigte um die für mich richtige Entscheidung treffen zu können. Also machte ich mich mit all diesen Fragen auf den Weg zu Frau Sülzer, die ich zuvor von einer Freundin empfohlen bekommen hatte, die mir wiederum  glaubhaft versicherte, dass hier eine Online-Stunde nicht nur sehr hilfreich sondern auch sehr unterhaltsam sei.  Geprägt durch diverse Online-Meetings auf der Arbeit, war ich da etwas skeptisch, fand die Möglichkeit aufgrund einer deutlichen Zeitersparnis hingegen sehr charmant. Und: Die Freundin hatte Recht, auch die Online-Sitzungen mit Frau Sülzer waren und sind wunderbar. Und so fanden wir in einem langen, für mich oft mühseligen, aber stehts behutsamen Prozess die Antworten auf meine Fragen und ich gewann damit die für mich notwendige Klarheit:

Ich möchte ein Kind. Auch ohne Mann. Sollte es bis zu dem Zeitpunkt an dem der Kinderwunsch so groß sein wird, keinen Mann in meinem Leben geben, werde ich den Weg einer Samenspende wählen. Diese Klarheit habe ich zu sehr großen Teilen dem therapeutischen Prozess zu verdanken. Mit Frau Sülzers empathischer und gleichzeitig professioneller Art hat sie es geschafft, mein Gedanken-Karussell zu stoppen und mich bei der Umsetzung zu stärken bzw. zu begleiten. Und ja, es gibt Momente in denen ich auch heute noch schwanke und mich frage, ob das wirklich mein Lebensmodell ist – so wie vor zwei Tagen nach dem negativen Testergebnis. Nach einer Therapiestunde ist sie aber wieder da: die Zuversicht, dass der eingeschlagene Weg der richtige ist und der nächste Versuch nicht mehr lange auf sich warten lassen sollte.

Ich hoffe und wünsche mir sehr, dass die Zeit kommen wird, in der mein Kind und ich gemeinsam in einem Camper die Elternzeit nutzen werden um zu reisen. Mit dabei ein Laptop und damit die Sicherheit: Sollte es Situationen geben in denen ich therapeutische Hilfe benötige, kann ich jederzeit auf die Unterstützung von Frau Sülzer zurückgreifen. 

Und tief in mir drin weiß ich: Sollte es mit einer Schwangerschaft nicht klappen, wird es einen anderen Weg für mich geben. Und ich bin sehr sicher, dass Frau Sülzer ihn begleiten darf und wird.

Sabrina, 34

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