Lehrerin
Meinen Job habe ich immer sehr gerne gemacht. Klar gab es auch Aufgaben, die mir weniger Spaß gemacht haben, aber in Summe war ich doch sehr zufrieden. Dies änderte sich irgendwann. Nicht von jetzt auf gleich, eher ein schleichender Prozess begleitet von Gedanken wie: „Es kann doch nicht sein, dass ich trotz Teilzeit, von morgens bis abends und auch noch am Wochenende arbeite. Irgendwas mache ich falsch“ oder „Das kann doch nicht alles sein.“
Plötzlich wollte ich nicht mehr, dass die Arbeit soviel Raum in meinem Leben einnahm, hatte gleichzeitig aber auch keine Idee, was ich wie hätte ändern können, da ich ja bereits meine Arbeitszeit verringert hatte.
Die Therapie hat mir geholfen, meinen perfektionistischen Anspruch „Ich muß immer 107 % geben“ und meinen Glaubenssatz „Ich muss immer funktionieren“ zu erkennen und in eine für mich passende Form zu verändern, ohne dabei über meine Grenzen zu gehen oder wie bisher gewohnt diesem Anspruch einfach nur blind und automatisch zu folgen.
Bei Frau Sülzer habe ich mich von der ersten Stunde an verstanden, angenommen und wohlgefühlt. Ihre wertschätzende, liebevolle, warmherzige Art, ihr empathisches Einfühlen, ihre Ehrlichkeit und Offenheit und nicht zuletzt ihr feiner Humor haben eine stets angenehme Atmosphäre geschaffen, die wiederum ein Sich-Öffnen, Sich-Zeigen, ein So-sein-Dürfen, ein Explorieren und somit Veränderung, Wachstum und Entwicklung für mich möglich gemacht haben.
In einem interessanten und spannenden Prozess lernte ich so nicht nur meine Glaubenssätze zu transformieren, sondern zudem auch meine eigenen Bedürfnisse herauszufinden, besser für mich zu sorgen, wohlwollender und liebevoller mit mir umzugehen (Selbstfürsorge war bis dahin ein Fremdwort und völliges Neuland für mich), mir selber mehr zu vertrauen und zuzutrauen und Kontrolle, die mir immer sehr wichtig war, mehr und mehr abgeben zu können. Im Zuge dieser Entwicklung habe ich als neue Leidenschaft das Reisen in ferne Länder für mich entdeckt, die mein Leben seither sehr bereichern.
Dass ich auch dabei über die Kontinente hinweg einen regelmäßigen Kontakt zu Frau Sülzer halten konnte; dass ich mich also nicht zwischen ‚entweder – oder‘ entscheiden musste, sondern ‚sowohl – als auch‘ möglich war, habe ich dabei als sehr hilfreich empfunden.
Überhaupt bin ich Frau Sülzer überaus dankbar, und zwar nicht nur, weil sie mir in stürmischen Zeiten stets den Rücken gestärkt, mir Mut gemacht und mir Kraft gegeben hat, sondern vor allem auch, weil sich mein Leben seitdem sehr verändert hat. Da wo früher Enge und Starre waren, sind nun Weite, Flexibilität und Handlungsmöglichkeiten. Statt wie früher blind und automatisch nur irgendwelchen Glaubenssätzen zu folgen, höre ich nun auf meine eigene innere Stimme und folge meinem eigenen inneren Kompass. Es öffnen sich neue Türen und mein Leben ist bunter und interessanter.
Statt Hamsterrad steht mir nun die große weite Welt offen. 😉
Lehrerin, 47J.
